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Gründung

Bereits im Jahr 1860 schlossen sich beherzte und begeisterte Musiker aus Kirchberg zu einem Blasorchester zusammen. Daher konnte die Kapelle im Jahr 2010 ihren 150-jährigen Bestand feiern.

Erster Kapellmeister des Musikvereins Kirchberg war der Schuhmacher Josef Plohberger aus Witzersdorf. Ab 1897 trat die Kapelle unter Kapellmeister Franz Moser – Vater von Professor Karl Moser – als Feuerwehrmusik – auf.

1917 übernahm Kooperator Georg Aschenbrenner den Taktstock, den er 1918 seinem Nachfolger Johann Finsterer übergab.
1925 übernahm Karl Moser, geboren 1901 in Kirchberg, die Leitung der Kapelle.

Karl Moser führte die kleine Kapelle zu beachtlichen Erfolgen. Unter seiner Leitung, seinem Wissen und Können konnte die Kapelle bereits 1929 beim Bezirks-Preisspiel in Haslach den zweiten Preis, 1930 beim Landes-Preisspiel in Linz den vierten Preis erspielen.

 

 

Kurze Würdigung von Professor Karl Moser

1947 war Karl Moser Gründer des „Bundes der Blasmusikkapellen OÖ“ (jetzt OÖ-Blasmusikverband). Er war Initiator einer Reform der Wertungsspiele und gründete die Fachzeitschrift „Österreichische Blasmusik“.

In seiner Heimatgemeinde Kirchberg hat sich Karl Moser mit dem von ihm komponierten „Kirchberger-Marsch“  ein bleibendes Denkmal geschaffen.

Aufgrund seiner Verdienste um die Österreichische Blasmusik wurde ihm 1964 vom Bundespräsidenten der Ehrentitel „Professor“ verliehen.

Die Gemeinde Kirchberg ernannte Professor Karl Moser zum „Ehrenbürger“. Karl Moser verstarb 1994 im 93.Lebensjahr und wurde in Kirchberg bestattet.


 

1933 übergab Karl Moser den Taktstock an den begeisterten Musiker Josef Neumüller aus Gumpersberg. Von 1935 bis 1939 (Beginn des 2. Weltkriegs) leitete der Gastwirt und Fleischermeister Hugo Zalto die Kapelle. Während des 2. Weltkrieges ruhte die Tätigkeit der Kapelle.

Bereits 1946 begann sich die Kapelle unter der Leitung von Hugo Zalto wieder zu organisieren. 1948 übernahm Rudolf Zalto als 18-jähriger, begeisterter Musiker von seinem Vater den Dirigentenstab.

Rudolf Zalto war ebenso wie sein Vater Gastwirt und Fleischhauer. Er übte die Funktion des Kapellmeisters bis 1996 – demnach 48 Jahre lang – sehr erfolgreich aus. Damit war er in Kirchberg der bisher am längsten wirkende Kapellmeister. Seine Verdienste als langjähriger Kapellmeister fanden neben Auszeichnungen des Österreichischen Blasmusikverbandes auch in der Verleihung des „Goldenen Eherings“ der Gemeinde Kirchberg, sowie die Verleihung der „OÖ-Kulturmedaille“ des Landes Oberösterreichs ihre verdiente Anerkennung.

 

Anlässlich des Frühjahrskonzert 1996 übergab Rudolf Zalto den Taktstock an Ulrike Koblmüller. Sie war die erste Kapellmeisterin im Bezirk Rohrbach.

Als im Jahr 2000 Ulrike Koblmüller den Taktstock zurücklegte, konnte Heinz Hartl aus Altenfelden interimsmäßig als Kapellmeister gewonnen werden. 

Seit November 2000 leitet der allseits anerkannte und erfolgreiche Kapellmeister der Musikkapelle Anreit, Konsulent Josef Herrnbauer, auch die Musikkapelle Kirchberg. 

Kapellmeister

(ab Gründung der Musikkapelle)

1860 – 1897                           Plohberger Josef, Witzersdorf 16
1897 – 1912                           Moser Franz, Kirchberg 6
1913 – 1917                           Unterbrechung (1. Weltkrieg)
1916 – 1918                           Aschenbrenner Georg, Kirchberg 1
1918 – 1925                           Finsterer Johann, Stieberberg 4
1925 – 1933                           Moser Karl, Kirchberg 6
1933 – 1935                           Neumüller Josef, Gumpersberg 3
1935 – 1939                           Zalto Hugo, Kirchberg 8
1939 – 1945                           Unterbrechung (2. Weltkrieg)
1946 – 1948                           Zalto Hugo, Kirchberg 8
1948 – 1996                           Zalto Rudolf, Kirchberg 8
1996 – 2000                           Koblmüller Ulrike, Kirchberg 9
2000 – lfd                               Kons. Herrnbauer Josef, Anreit 34

 

 

Obmänner

1954 – 1958                           Kneidinger Josef, Seibersdorf 14
1958 – 1968                           Neumüller Josef, Gumpersberg 3
1968 – 1982                           Pernsteiner Hermann, Kirchberg 14
1982 – 1988                           Lindorfer Karl, Haiden 1
1988 – 1994                           Schönhuber Johannes, Kirchberg 23
1994 – 2009                           Koblmüller Herbert, Kirchberg 34
2009 – lfd                               Reiter Richard, Ebersdorf 4

 

Anzahl der Musiker/innen

1860                                         15
1930                                         17
1954                                         15
1994                                         28
2000                                         35
2009                                         40 (23 Musiker/ 17 Musikerinnen)

Aktuell zählt der Musikverein 38 Mitglieder!

 

Musiknachwuchs

In den letzten Jahren sind erfreulicherweise 10 Jungmusiker in die Musikkapelle eingetreten. Die Werbung für Musikernachwuchs ist ein wichtiges Anliegen, um den Fortbestand der traditionellen Blasmusik für die Zukunft zu sichern.

 Teilnahme an Wertungen

Die Musikkapelle Kirchberg hat seit 1952 an fast allen Bezirksmusikfesten und den damit verbundenen Wertungen teilgenommen. Die Kapelle hat somit bisher 53 Konzert- und 50 Marschwertungen absolviert.

 Ehrungen

Der Musikkapelle wurden für besondere Leistungen bei den Konzert- und Marschwertungen bisher sechs Ehrungen beim Landeshauptmann zuteil. Der Kapelle wurde im Jahr 1999 die in Musikerkreisen geschätzte „Professor Franz Kienzl-Medaille“ verliehen.

 

Aktivitäten der Musikkapelle

Die Musikkapelle hat im Jahresschnitt rund 35 bis 40 Ausrückungen, um Feste und Feiern, aber auch Begräbnisse musikalisch zu umrahmen.
Das traditionelle Frühjahrskonzert und die Teilnahme am Bezirksmusikfest mit Konzert- und Marschwertung gelten als wichtige Höhepunkte.
Um entsprechende musikalische Leistungen erbringen zu können sind wöchentlich Musikproben abzuhalten.

 Finanzierung der Musikkapelle

Die Aufrechterhaltung einer gut funktionierenden Musikkapelle ist mit erheblichen Kosten verbunden. Diese werden durch Einnahmen aus vereinseigenen Veranstaltungen (Frühjahrskonzert, Frühschoppen, Maskenball, etc.), Subventionen der Gemeinde und der örtlichen Raiffeisenbank, sowie Spenden von Firmen, Vereinen und Privatpersonen aufgebracht. 
Um die finanzielle Lage zu verbessern, wurden im Jahr 2002 erstmals „unterstützende Vereinsmitglieder“ angeworben. Derzeit sind 165 Gemeindebürger/Bürgerinnen dankenswerter Weise bereit, durch Leistung eines jährlichen Mitgliedsbeitrages und zusätzlichen Spenden den Musikverein zu unterstützen.